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Himmel und Hölle: TVA

Mit 13:11 (3:2, 2:7, 5:0, 4:2) konnte der TVA nach einer absoluten Achterbahnfahrt das erste Halbfinalspiel für sich entscheiden. Das Spiel schien bereits nach zwei Dritteln zu Recht verloren, ehe man letztendlich doch noch verdient gewann.

Dramatik und Kampf pur wurde den rund 300 Zuschauern im ersten Aufeinandertreffen der beiden letztjährigen Finalisten geboten. Mit diesem Sieg stößt der TVA die Tür für das Finale ganz weit auf und hat nun die Möglichkeit, am kommenden Samstag frühzeitig den Sack zuzumachen.

Iserlohn gegen Augsburg – Meister gegen Europacupsieger: Diese Playoffserie verspricht absolut hochklassiges und spannendes Skaterhockey  – und genau dies ruften beide Teams über 80 dramatische Minuten ab.

Im ersten Drittel hatten die Iserlohner den besseren Start. Nach einem Distanzschuss gingen die Samurai in Führung und zwangen die Augsburger durch hartes Körperspiel oftmals zu Fehlern. Nach und nach jedoch nahm der TVA das Heft in die Hand und ging mit einer verdienten 3:2-Führung durch Tore von Maximilian Nies, Lukas Fettinger und Florian Nies in die erste Drittelpause.

Der zweite Abschnitt wurde durch absolute Disziplinlosigkeit und etliche Strafen der Augsburger überschattet. Innerhalb kürzester Zeit waren die Augsburger mit fünf Toren zurück und so gut wie niemand traute dem Team von Trainer Andreas Gerstberger zu, die Begegnung noch zu drehen.

„Das waren ganz schwache 20 Minuten von uns. Am meisten stört mich, dass wir uns ohne Grund das Leben schwer gemacht haben. Iserlohn hat eine der besten Überzahlformationen der Liga und wir laden sie durch Naivität zum Tore schießen ein. Jedoch hatte ich auch zu diesem Zeitpunkt volles Vertrauen in meine Jungs und bin stolz darauf, wie sie diese schwierige Situation gemeistert haben,“ zeigte sich Andreas Gerstbeger nach der Partie erschöpft und zufrieden. Die beiden Augsburger Treffer erzielten Florian Nies und Simon Arzt.

Mit dem Rücken zur Wand und mit einer unfassbaren Moral kamen die Fuggerstädter aus der Kabine und warfen alles nach vorne. Die Samurai wurden geradezu überrannt und hatten dem Sturmlauf des TVA wenig bis gar nichts entgegenzusetzen. 9:9 hieß es nach 60 Minuten und einem Treffer von Kevin Hnida sowie einem Dreierpack von Stefan Gläsel. Folglich musste die Verlängerung entscheiden, wer die Fläche als Sieger verlässt.

„Zu diesem Zeitpunkt war ich mir absolut sicher, dass wir das Ding nach Hause fahren. Wenn du mit fünf Toren nach dem zweiten Drittel zurückliegst und das Spiel noch drehst, hast du das Momentum ganz klar auf deiner Seite und hast es verdient, zu gewinnen,“ strahlte ein glücklicher Kevin Hnida.

Die Verlängerung war ein Wechselbad der Gefühle: Der TVA machte genau da weiter, wo er im dritten Drittel aufgehört hatte und ging mit 12:9 in Führung. Den Vorsprung schossen Simon Arzt und Maximilian Nies per Doppelpack heraus. Doch nun wurde es kurios. Die Sauerländer zogen drei Minuten vor Schluss ihren Torhüter für einen fünften Angreifer und schockten die Augsburger mit zwei schnellen Treffern. Die Spannung war kaum auszuhalten, sowohl bei den Fans als auch bei den Spielern. Doch schlussendlich kam die Aufholjagd der Iserlohner zu spät und der TVA ging nach großartigem Kampf und engagierter Leistung verdient als Sieger von der Fläche. Lukas Fettinger konnte den Sack per Empty-Net-Goal zumachen.

Wie in den letzten vier Jahren wollen die Augsburger den Einzug in die Finalserie perfekt machen. Schon im nächsten Spiel am Samstag daheim in der TVA-Arena besteht die Gelgenheit dazu.

 

  • Für den TVA spielten:
P. Schenk, Fuchs (ab 31.) – Löhnert, Dotterweich (0/1), Arzt (2/0), Höß, F. Nies (2/1), Wagner (0/1), Waldhier – Gläsel (3/0), Fettinger (2/3), Hnida (1/0), Klimek (0/1), Becherer (0/1), M. Nies (3/1), Späth, Girsig
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