Home » Aktuelles » Nachwuchs » Jugend » Wolfsjagd endet tragisch
tva_donaustauf

Wolfsjagd endet tragisch

Augsburg gegen Atting, so hieß das Spitzenspiel am Samstag den 13. Juni.

Der Dritte aus Niederbayern musste beim Tabellenführer TVA antreten, und die Jungs von Trainer Markus Rainer hatten sich vorgenommen, diesmal nicht wie im Straubinger Eisstadion ohne Punkte aus der Partie zu gehen. Vor einem Monat hatte es dort auf der für die TVA-Spieler ungewohnten großen Spielfläche eine knappe 3:4-Niederlage gegeben. Aber dass die Attinger Wölfe nicht unschlagbar sind hatten der TVA im Winterpokal und zuletzt auch die Minilords Bamberg bewiesen – beide Spiele fanden auf kleinen Skaterhockey-Feldern statt.

Schwacher Beginn des TVA

War es die ungewohnte Kulisse – für ein Nachwuchsspiel fanden viele Fans den Weg in die TVA-Arena und unterstützten die Jungs lautstark, erstmals auch mit Trommel -, oder waren die Jungs nervös? Es klappte jedenfalls wenig im ersten Drittel, und nach drei erfolgreichen Kontern feierten die Niederbayern einen Einstand nach Maß: 3:0, und Goalie Philipp Matheis hatte noch schlimmeres verhindert. Besonders nach dem ersten Gegentor verzettelten sich die Stürmer vorn und vergaßen oft den Rückwärtsgang. Leidtragende waren die Verteidiger, die sich allein bis zu drei Wölfen gegenübersahen, Torhüter Philipp Matheis – und die Zeitnehmer, die die Attinger Tore in den PC eintragen mussten.

Wölfe auf der Strafbank bringen den TVA zurück ins Spiel

Im Mitteldrittel hatten sie anderes zu tun: Strafe über Strafe füllte den Spielberichtsbogen, fast saßen mehr Attinger auf der Straf- als auf der Spielerbank. Die dritte TVA-Reihe hatte schon im ersten Drittel die erste Strafe gezogen, aber auch mit 4 gegen 2 wollte die orange Kugel nicht ins Tor, viel zu selten wurde geschossen. Das änderte sich jetzt: Gleich der erste Schuss saß, und er wurde gefolgt von zwei Penaltys. Lukas Sieber und Julian Vogt verwandelten sicher, und der TVA war zurück im Spiel! Auch die erneute Wölfe-Führung wurde weggesteckt, und kurz vor der Pause gelang Lukas Sieber sogar die Führung für Augsburg.

Die verflixte Schlussminute …

Atting fuhr die Emotionen im Schlussabschnitt etwas herunter und blieb jetzt der Strafbank fern, so dass sich jetzt ein toller Kampf auf hohem Niveau entwickelte, mit Vorteilen für den TVA, der die Führung nicht verwaltete, sondern auf weitere Tore drängte. Leider hatte sich die Attinger Abwehr und auch deren guter Goalie wieder gefangen, und so ging es mit einer 5:4-Führung in die Schlussminute – und Atting konnte ausgleichen, und setzte einen noch größeren Hammer zehn Sekunden vor der Schlusssirene: Abgefälscht von einem TVA-Spieler fand der Ball den Weg ins Tor zum tragischen Siegtreffer für die Niederbayern. Beim Handshake bedankten sich die Wölfe für ein großes Spiel, und trösteten die niedergeschlagenen Augsburger: die glücklichere und nicht die bessere Mannschaft hatte gewonnen.

So sahen das auch die Zuschauer, die ihre Jungs und ihr Mädchen am kommenden Wochenende nach Deggendorf begleiten werden. Um 15:00 Uhr am Samstagnachmittag sind die Pflanz der nächste Gegner der TVA Jugend, in der vor drei Wochen eröffneten Skaterhockeyhalle wollen sich die Augsburger den Frust von der Seele schießen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *

*