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Patrick Schenk

TVA müht sich ins Halbfinale

Die Zuschauer in der gut gefüllten Halle in Duisburg erlebten ein von Kampf geprägtes Viertelfinale. Dank eines konsequenten letzten Drittels hieß der Sieger TV Augsburg. Sehr lange tat man sich beim 7:4 (2:2/1:2/4:0) unglaublich schwer.

Die Konstellation war für ein Auswärtsspiel im Jahr 2015 ungewöhnlich gut für die Augsburger. Drei Reihen, zwei Torhüter, ausgeruht dank einer Übernachtung von Samstag auf Sonntag. Trotz dieser Voraussetzung kam der TVA lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel. Woran das lag, weiß selbst Trainer Andreas Gerstberger nicht: „Manchmal ist es im Sport eben so. Wir haben gut trainiert, uns sowohl auf Halle als auch auf den Gegner eingestellt, aber waren in sämtlichen Aktion nie 100% bei der Sache. So ist es auf Play-Off-Niveau natürlich schwierig, Spiele positiv zu gestalten.“

 
Denn das erste Drittel gestaltete der TVA verhalten. Verhalten im Torabschluss, im Zweikampf und in der Laufbereitschaft. Einzig Patrick Schenk im Tor und Lukas Fettinger, der sich mit zwei Toren wehrte, merkte man den unbedingten Willen an, etwas reißen zu wollen. Die meisten anderen spulten ihr Spiel runter. Nur noch weniger gelungen und mit noch weniger Esprit war die Einspielmusik bei den Ducks. Die lag noch deutlich unter dem Niveau des Spiels. Die Ducks selber rechneten wohl nicht mit einem so lethargischen TVA und nutzten die Gelegenheit überhaupt nicht aus, Kapital daraus zu schlagen. Mit einem 2:2 ging es in die Kabinen.

 
Viel nahm man sich für die nächsten 20 Minuten vor. Stefan Gläsel setzte dies auch um und erarbeitete sich das 3:2. Danach schafften es die Augsburger ihr Level gegenüber Drittel 1 noch einmal zu senken. „Natürlich spielt man immer nur so gut wie der Gegner es zulässt. Duisburg gab uns nur wenig Platz und nahm uns weitestgehend aus dem Spiel. Trotzdem muss da mehr von uns kommen“ meint Oliver Dotterweich, der im letzten Abschnitt zum Matchwinner wurde. Durch zwei verdiente Duisburger Tore stand es dann nach 40 Minuten 3:4 für die Enten.

 
Dann wurde wohl den Spielern klar, dass sie nur noch 20 Minuten Zeit hatten, um das Spiel für sich zu entscheiden. Dementsprechend verändert trat der TVA dann auf. Ein mutiger Schlagschuss von Oliver Dotterweich fand in der 42. Minute sein Ziel im Netz der Duisburger. Ein weiterer Fernschuss vom selben Spieler sowie ein frecher Handgelenkschuss von Moritz Dietrich brachten den TVA auf die Siegesstraße. Mit Unterstützung des besser werdenden Hallen-DJs konnten die augsburger Anhänger nun deutlich zufriedener sein. Mit dem dritten Tor innerhalb von nur zwei Minuten setzte Kapitän Maximilian Nies mit dem 7:4 den Schlusspunkt unter die Viertelfinalserie.

 
Auf der einen Seite kann man durchaus kritisch mit der Leistung umgehen, auf der anderen Seite sind Auswärtsspiele im Inline-Skaterhockey immer immens schwer zu gewinnen. Die weite Reise und die komplett unterschiedlichen Spielfeldverhältnisse erweisen sich doch immer aufs Neue als hohe Hürde. Dementsprechend kann man im Augsburger Lager auch zufrieden sein. Eine Play-Off-Serie muss man gegen die in der Vorrunde ganz stark aufspielenden Duisburg Ducks erst einmal in zwei Spiel für sich entscheiden können.
Das erste Halbfinalspiel findet am 31.11.15 statt. Die Frage ist jedoch noch offen, ob der TVA-Tross nach Essen oder nach Iserlohn reisen darf.

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